Menschen - Thomas Rack

Thomas Rack - Bernhäuser Teilnehmer einer außergewöhnlichen Weltmeisterschaft

Eigentlich klingt das TSV Leben von Thomas Rack recht „normal“.  Wie viele andere Papas kam er über seine beiden Kinder zum TSV. Als die Kinder klein waren, landeten Sohn und Tochter nach einer Orientierungsphase beim Handball  bzw. Leichtathletik, beide sind dort noch immer aktiv. Seine Frau Alexandra engagiert sich beim Kinderturnen und betreut dort seit vielen Jahren Kindergruppen. Thomas war freizeitmässig aktiv bei der Leichtathletik.

Doch 2009 sollte sich das ändern. Thomas hatte schon viele Jahre ein chronisches Leberproblem, das sich in diesem Jahr dramatisch verschlechterte. 2010 ging es ihm so schlecht, dass er auf die Leber-Transplantationsliste der europäischen Organisation Eurotransplant gesetzt wurde. Es gab eine lange Wartezeit, in der es ihm immer schlechter ging.  Er war 50 Jahre alt als er 2012 das große Glück hatte, dass er eine neue Leber bekam!

Ein halbes Jahr nach der Transplantation begann Thomas vorsichtig wieder Sport zu machen. Mit frischer Kraft konnte er sein Trainingspensum bald steigern, 2013 konnte er schon 10 km laufen.  Das gab neuen Ansporn! Über die deutschen Meisterschaften erreichte Thomas die Qualifikation für einen ganz besonderen Wettkampf. Im Sommer 2015 war der Bernhäuser Teilnehmer einer außergewöhnlichen Weltmeisterschaft, den 20. Weltspielen der Organtransplantierten in Argentinien. Eine Woche lang traten etwa 1000  transplantierte Sportler gegeneinander an. Für Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe belegen die Spiele die Erfolge der Transplantationsmedizin und die Bedeutung der Organspende. "Bei den Weltspielen der Transplantierten steht der sportliche Wettkampf genauso wie die Lebensqualität und Lebensfreude im Zentrum“.  Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt die deutsche Mannschaft. Deutschland holte 26x Gold, 24x Silber und 12x Bronze. Mit zwei Bronzemedaillen trug Thomas Rack vom TSV Bernhausen zu diesem Erfolg bei. Er erreichte über 200 m den 6.Platz. Über 400 m (1:05.89 min) und Hochsprung (1,35m) gelang ihm der 3.Platz! 

Die Spiele bieten die Möglichkeit, die positiven Effekte einer Transplantation und Organspende in der Öffentlichkeit darzustellen. Es hat sich gezeigt, dass die Weltspiele mit der intensiven Berichterstattung in den lokalen Medien dazu beitragen, die Anzahl der Organspenden und damit Transplantationen in der Region messbar zu erhöhen.

Für Thomas ist ein besonderes Anliegen, das Thema Organspende in die Öffentlichkeit zu tragen. Ohne Organspende würde der Bernhäuser  heute nicht mehr leben!

Jeder sollte sich Gedanken machen, wie er/sie im Ernstfall damit umgeht.  Organspende-Ausweise gibt es unter anderen über die Krankenkassen,  es gibt regelmäßig Aktionen! Organspende rettet Leben! Machen Sie mit!